Lebensgrundlagen schaffen – dank Infrastrukturausbau im Norden

Die Bundesregierung fördert Infrastrukturmaßnahmen im Norden Afghanistans, um der Bevölkerung vor Ort den Zugang zu Wirtschaft, Verwaltung, Gesundheitseinrichtungen und Bildung zu ermöglichen.

Situation

Nahezu 30 Jahre kriegerischer Konflikte haben die Lebensgrundlagen der Bevölkerung Afghanistans weitgehend vernichtet. Schulen und Brücken sind zerstört, viele Verkehrswege unbefahrbar. Diese Infrastruktur ist jedoch eine wesentliche Voraussetzung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung im Norden Afghanistans und damit einhergehend für die Bekämpfung von Armut.

Ziel

Um zum wirtschaftlichen Aufbau des Landes beizutragen und wirksam Armut zu bekämpfen, zielt das Vorhaben darauf ab, die wirtschaftliche Infrastruktur in den nördlichen Provinzen des Landes auszubauen und nutzbar zu machen. Insbesondere die Nationalstraße Kunduz–Khulm verbindet zwei äußerst wichtige Handelszentren miteinander. Die deutliche Verkürzung der Strecke und die bessere Beschaffenheit der Straße sollen ein aktives Wirtschaftsleben erleichtern und potenziell steigern.

Maßnahmen & Wirkung

Die Infrastrukturvorhaben werden unter Beteiligung der afghanischen Bevölkerung realisiert, wobei die Planung durch internationale Expertinnen und Experten erfolgt. Im Falle des Infrastrukturausbaus im Norden Afghanistans wurden alle Bauarbeiten – insofern möglich – an lokale Baufirmen vergeben. Denn: Die Mitarbeit afghanischer Unternehmen kurbelt die lokale Wirtschaft an. Beim Ausbau der Nationalstraße Kunduz–Khulm wurde der Bauauftrag beispielsweise an eine internationale Firma mit afghanischen Wurzeln vergeben.

Wenn möglich, arbeiten die Bewohnerinnen und Bewohner umliegender Gemeinden mit. So erhalten sie zeitweise einen Arbeitsplatz und erwirtschaften Einkommen für ihre Familien. Begleitende Baumaßnahmen, wie die Errichtung von kleineren Lagerräumen an Marktplätzen, von Brunnen, Schulen und Gesundheitsstationen sowie Zufahrtswegen zu entlegeneren Dörfern, kommen direkt der Dorf- oder Stadtbevölkerung zugute.

All diese Infrastrukturmaßnahmen wirken sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Städte und Gemeinden aus und ermöglichen der lokalen Bevölkerung einen deutlich verbesserten Zugang zu Wirtschaft, Verwaltung, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen.

Übersicht

Engagement in den Provinzen Balkh, Kunduz, Takhar, Samangan und Badakhshan.
Programm:
Wiederaufbau wirtschaftlicher Infrastruktur in Nordafghanistan und Nationalstraße Kunduz–Khulm
Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Partner:
Afghanisches Ministerium für Öffentliche Arbeiten
Durchführungs-organisationen:
KfW
Provinzen:
Badakhshan, Balkh, Kunduz, Samangan, Takhar
Programmziel:
Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung durch den Ausbau der Infrastruktur.
Gesamtlaufzeit:
Highway Kunduz–Khulm, Phase 1: Oktober 2010 bis April 2015; Highway Kunduz–Khulm, Phase 2: August 2012 bis Dezember 2016; Highway Kunduz–Khulm, Phase 3: Januar 2017 bis Oktober 2018
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